Der richtige Zeitpunkt zum Abstillen

Bereit für Beikost?

Der Beginn des Abstillens meint nor­ma­ler­wei­se den Beginn der Einführung von Beikost.

Ihr Baby signalisiert Ihnen, wann es von sich aus bereit ist:

  • Ihr Baby inter­es­siert sich stark für Ihr Essen, es greift danach
  • es kann mit ein wenig Hilfe sit­zen
  • der Zungenstoßreflex, durch den das Baby fes­te Nahrung wie­der aus dem Mund schiebt, ist abge­schwächt
  • es ist bereits in der Lage, selbst­stän­dig Essen in der Hand zu hal­ten und auch in den Mund zu ste­cken
  • das Baby zeigt sei­ne Bereitschaft zum Kauen

In der Regel wird das um den sechs­ten Lebensmonat her­um sein, auch wenn eine Reihe von Organisationen die Beikosteinführung schon ab dem Beginn des fünf­ten Monats befür­wor­ten. Übrigens ver­tra­gen Babys fes­te Nahrung unter dem Schutz des Stillens viel bes­ser. Beikost heisst also, dass beim Stillen noch etwas ande­res ange­bo­ten wird.

Idealerweise bleibt Muttermilch im gan­zen ers­ten Lebensjahr die Hauptnahrungsquelle, egal was die Industrie erzählt.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO emp­fiehlt übri­gens das Weiterstillen min­des­tens bis zum Ende des zwei­ten Lebensjahres. Natürlich wol­len das nicht alle Mütter, bei den Babys trifft es sicher auf Begeisterung.

Sie müs­sen sich mit der Einführung der Beikost natür­lich nicht an Pläne hal­ten, es kann sehr viel ein­fa­cher und sehr ent­las­tend sein, das Essen so zu gestal­ten, wie es am bes­ten zu Ihrer Familie passt.

Damit entfällt auch das “Ersetzen” von Stillmahlzeiten und der Stress, zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Mahlzeit ersetzt haben zu müssen.

Nicht alle Babys wol­len von Beginn an viel essen, man­che wol­len kei­nen Brei, ande­re mögen wie­der­um kei­ne Stückchen im Essen.

Einführung von Beikost ca. mit dem voll­ende­ten 6. Lebensmonat hat den Vorteil, dass Ihr Baby zu die­ser Zeit nahe­zu alle Nahrungsmittel pro­blem­los ver­trägt, also aus­pro­bie­ren und am Familientisch mit­es­sen kann.

Und die Babys sind davon ziemlich begeistert.

Die Eltern nicht immer, denn die Wahrscheinlichkeit, dass etwas dane­ben geht, ist ziem­lich hoch…

Eine frü­he­re Einführung von Beikost muss mit dem Löffel erfol­gen und kann lei­der nicht vom Baby selbst gesteu­ert wer­den.

Wenn jedoch Ihre Menge an Muttermilch aus welchem Grund auch immer eher knapp ist, kann auf diese Weise die Einführung von Säuglingsnahrung möglicherweise umgangen werden.

Bitte beden­ken Sie bei der Einführung von Beikost, dass Muttermilch ziem­lich vie­le Kalorien hat — auch, wenn Sie Ihre Milch viel­leicht eher dünn­flüs­sig fin­den.

Diese Kalorien zu erset­zen, ist ein meist län­ge­rer Prozess. Ihr Baby wird Ihnen zei­gen, in wel­chem Tempo es dazu bereit ist.

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